Vorabzahlung – zusätzlicher Geldbetrag

Es ist sicherlich schön, im Rahmen des Immobilienverkaufs noch einen gewissen zusätzlichen Geldbetrag zu bekommen, der als Sicherungspolster für Notfälle im Alter gelten soll. Wir müssen allerdings dringend davor warnen, sich bei der Kapitalanlage auf fadenscheinige Versprechen zu verlassen und das Geld in irgendwelche Papiere anzulegen, die nicht sicher sind.

In der Praxis erleben wir immer wieder, dass die Vertreter von Kapitalanlagen sehr eloquent auftreten, perfekt gekleidet sind und es darüber hinaus perfekt beherrschen, das Vertrauen älterer Menschen zu erschleichen. Leider ist die Kapitalanlage, die im Rahmen dessen vermittelt wird, oftmals nichts wert. Bedenken Sie bitte, dass eine gewisse Liquidität gesichert sein muss. Egal wie hoch der Betrag ist, legen Sie diesen so an, dass Sie jederzeit frei über den Betrag verfügen können. Also entweder auf ein Sparkonto, das jederzeit kündbar ist oder ein Bankschließfach, auf welches im Notfall ein durch Sie Bevollmächtigter ebenfalls Zugriff  hat, oder behalten Sie das Geld einfach auf Ihrem Konto.

Erst kürzlich ist der Stiftung ein Fall mitgeteilt worden, bei dem eine Dame eine Erbschaft machte und aufgrund der Erbschaft einen erheblichen Betrag ausbezahlt bekam. Sie ließ sich von einem Vermögensberater eine Rente, die Fond-gebunden war, versprechen. Es hat genau ein Jahr gedauert, bis der Fond, der die Rente finanzieren sollte, vermögenslos wurde. Die Dame hat hierdurch ihr gesamtes Vermögen verloren.

Gegebenenfalls kann Ihnen auch die Stiftung Gutachter, die die Kapitalanlage prüfen, nennen. Sie können auch über die Handelskammer einen Sachverständiger genannt bekommen. Die Gutachtenkosten sind hier relativ gering, im Vergleich zu dem, was Sie bei einem totalen Vermögensverlust befürchten müssen.

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